Architecktur und Planung Verarbeitung

 

Interview mit Stefan Eberlein,
Geschäftsführer der EGT GmbH
Büro für Geotechnik
Bad Aibling, April 2010

 

Stefan Eberlein nimmt Stellung zu allgemeinen Fragen rund um das Thema
‘Bauen mit Glasschaum-Granulat’. 

Was ist allgemein bei der Planung mit Glasschaum-Granulat (GSG) zu beachten?

GSG ist ein sehr innovatives Baumaterial, welches im Hoch- und Tiefbau sehr vielfältig eingesetzt werden kann. Grundsätzlich sind zunächst die Vorgaben der Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zu beachten. Für eine optimale Verwendung empfiehlt sich eine gute Abstimmung zwischen dem Baugrundsachverständigen, dem Architekten und dem Statiker. GSG sehen wir allgemein als einen Baustoff an, der auch Merkmale der klassischen Bodenmechanik aufweist. Aufgrund der hohen Eigensteifigkeit und der hohen Scherfestigkeit haben wir bereis eine Vielzahl von Gebäudegründungen mit GSG umgesetzt.

Welche Akzeptanz gibt es bei Bauherren und Fachleuten und warum ist das so?

Nach unseren Erfahrungen bestehen oft unbegründete Zweifel an GSG. Hier sind eine gute Vertriebsberatung und die Bauerfahrung von kompetenten Ingenieurbüros für den Anwender sehr hilfreich. Erstaunlicherweise ist nach dem ersten Einbau durch die Baufirma plötzlich eine sehr hohe Akzeptanz für GSG bei allen Baubeteiligten vorhanden. Die Verunsicherung entsteht meist durch die Unkenntnis über diesen Baustoff.

Was schlagen Sie deshalb vor?

Die energetischen Anforderungen stellen nunmehr eine große Herausforderung für die Baubranche dar. Alle Baubeteiligten müssen lernen, die seit Jahren standardisierten Bauprodukte und Baukonstruktionen neu zu überdenken. Wichtig ist deshalb ein intensiver Wissenstransfer, zum Beispiel über Schulungen und Seminare.

Das IFU – Wie kann man sich das mit dem Arbeitskreis vorstellen?

Gerade neue Bauprodukte lassen sich noch in der Anwendungsmöglichkeit stark weiter entwickeln. Das IFU ist deshalb eine gute Plattform, verschiedene Wissensbereiche der Baubranche auf eine gemeinsame Kommunikationsebene zu bringen. Zielführend ist dabei das eigene Sachgebiet auf die Anforderungen und Kenntnisse der anderen Beteiligten abzustimmen.

Gibt es schon konkrete Themen und Pläne, was in den Vorträgen oder Seminaren besprochen wird?

Bei der Projektabwicklung von der Planung bis zum Einbau an der Baustelle entstehen eigentlich immer die gleichen Fragen. Diese müssen in den Vorträgen und Seminaren gebündelt und beantwortet werden. Im Bereich der Geotechnik sind dies die Fragestellungen zur Belastbarkeit unter einer Gebäudegründung, Alternativen zum Bodenaustauschmaßnahmen und Einbauüberwachung.

Sie haben schon mit dem GSG gebaut – Was hat Ihnen am Material und sonst so gefallen? Was sehen Sie als die wesentlichen Vorteile?

Wichtig für unser Ingenieurbüro ist eine hohe verlässliche Produktqualität, die bei GSG gewährleistet ist. Positiv ist auch die intensive Beratung durch den TECHNOpor-Vertrieb, so dass wir uns auf die speziellen Fragestellungen für die Gebäudegründung bei der Projektbearbeitung konzentrieren können. Vor allem sind wir von der Bereitschaft der Firma TECHNOpor beeindruckt, den Baustoff GSG weiter wissenschaftlich zu untersuchen und durch weitere Forschungen den Baustoff noch zu optimieren.


Stephan Eberlein
Geschäftsführer EGT GmbH

 

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